Bartagamen

Haltung

Bartagamen sind recht anspruchslose Tiere und eignen sich deshalb auch gut für Anfänger. Dennoch sollte man sich über die Konsequenzen einer solchen Tierhaltung bewusst sein. Diese Tiere brauchen ein recht großes Terrarium, das erforderliche Licht sowie die Wärme kosten jede Menge Strom und kein Tier sollte nur aus einer Laune gekauft werden!
Haltung
Bartagamen sind von Natur aus Einzelgänger. Es können aber natürlich auch mehere in einem Terrarium gehalten werden. Allerdings muss dann einiges beachtet werden:
Mehr als ein Männchen ist nicht zu empfehlen, da es dann mit größter Wahrscheinlichkeit zu Revierkämpfen kommen wird. Diese gehen nicht selten mit schweren Verletzungen aus. Unterdrückte Tiere können sich auch nicht richtig entfalten, weniger Futter abbekommen und langsam zu Grunde gehen.
Ein Männchen und ein Weibchen ist dagegen schon besser, kann aber auch Probleme bereiten. Barti-Männer sind richtige Männer und das wird für eine Dame meißt zuviel.

Wer also unbedingt mehere Tiere halten und vielleicht auch Nachwuchs haben möchte sollte sich für ein Männchen und zwei Weibchen entscheiden.
Bei uns sind es zwei Männchen und sie vertragen sich ganz gut. Das klappt allerdings eher selten. Wir haben die Tiere so bekommen und hatten keine andere Wahl.
Hygiene
Ganz wichtig: Anfallender Kot muss so schnell wie möglich beseitigt werde. Wir benutzen dazu eine alte Schaumkelle. Funktioniert etwa wie eine Schaufel für Katzenstreu. Ebenso sollten Nahrungsreste täglich entfernt und Futterschüsseln täglich gereinigt werden. Einmal im Jahr wird bei uns der komplette Sand gewechselt.
Winterruhe
Bartagamen halten Winterruhe (keinen Winterschlaf). Wenn das Licht und damit die Temperatur über die Winterzeit langsam gedrosselt wird (Beleuchtungszeiten) werden die Tiere träge, fressen kaum oder nicht und vergriechen sich. Das kann dann zwischen vier Wochen und zwei Monaten anhalten. Die Winterruhe muss nicht unbedingt eingehalten werden, tut den Tieren aber gut und steigert die Lebenserwartungen. Überall im Netz liest man die Tiere müssen vorher unbeding Koten und man sollte dies im Notfall auch mit einem warmen Bad herbeiführen. Davon halte ich nichts. Man versucht der Natur nachzuempfinden indem man Sommer und Winter immitiert und sagt ihnen jetzt darfst du nichts fressen und musst vorher unbedingt kacken. Wer macht das in der Natur??? Keiner und es gibt noch Agamen. Meine beiden haben auch während der Winterruhe grünes stehen, bedienen sich gelegentlich mal und koten auch (natürlich entsprechend dem Essen weniger).
Nach der Winterruhe setzt meist das Paarungsverhalten ein.
Verhalten

Nicken

Damit versucht der Bock zu zeigen wer der Chef im Terra ist. Nach der Winterruhe ist dieses Nicken auch als Balzverhalten zu beobachten. Dann färbt sich der Bart dazu schwarz und die Paarungsbereitschaft wird gezeigt.

Bart färben

Bartagamenböcke färben ihren Bart schwarz um Weibchen zu imponieren oder ihre Stärke zu demonstrieren.

Winken

Durch diese langsamen Ruderbewegungen signalisiert ein Agame seine Unterlegenheit und versucht einem Revierkampf aus dem weg zu gehen. Weibchen die nach dem Nicken des Bockes (Paarungsbereitschaft) sich nicht Paaren wollen, winken ebenfals.
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Paarung

Nach dem Nicken des Männchens legt sich das Weibchen flach auf den Boden und zeigt ihre Bereitschaft. Es folgt der Nackenbiss bei dem das Männchen auf dem Weibchen liegt und dann sein Unterleib unter das Weibchen schiebt.

Revierkampf

Wenn zwei Böcke aufeinander treffen und keiner der Unterlegende sein will, folgt ein Revierkampf. Dazu drehen sie sich etwas auf die Seite um größer zu wirken und stellen ihre Stacheln auf. Um besonderst bedrohlich zu wirken, wird dazu der Bart tiefschwarz gefärbt. Die Tiere laufen dann im Kreis und versuchen sich gegenseitig zu beißen. Das geht solange, bis einer aufgibt und das weite sucht.
Als Halter sollte man diese Situationen lieber vermeiden, denn nicht selten tragen die Tiere arge Verletzungen davon.

Körpertemperatur

Bartagamen sind wechselwarme Tiere und benötigen daher Wärme aus der Natur. Um Wärme zu tanken färben sie sich dunkel und machen sich flach um mehr Wärme der Sonne aufnehmen zu können. Ist ihnen zu warm verbuddeln sie sich im Sand oder lassen ihr Maul offen um mit der verdunstenden Flüssigkeit die Temperatur zu regulieren.

Scheibenstupser

Wenn Deine Tiere an die Scheibe stupsen kann das mehere Ursachen haben. Es könnte sein, dass sie nur auf ihr Spiegelbild reagieren, draußen etwas interessantes sehen (Futtervorbereitung) oder, dass das Terra einfach zu klein ist.


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